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Presse: Arena schließt Zusammenarbeit mit Premiere nicht aus


22.12.2005
aktiencheck.de

Arena will nach dem Erwerb der TV-Exklusivübertragungsrechte der Fußball-Bundesliga ab der kommenden Saison auch mit anderen Kabelnetzbetreibern über Kooperationen sprechen. Dabei ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Premiere AG (ISIN DE000PREM111 / WKN PREM11) möglich.

"Unity Media und die anderen Kabelbetreiber haben intensiv Gespräche geführt in den letzten Monaten. Und es ist sicher daran gedacht, dass wir die Gespräche intensivieren", erklärte Arena-Sprecher Bernard de Roos am Donnerstag laut dem "Handelsblatt" anlässlich einer Pressekonferenz der Deutsche Fußball Liga (DFL). Bei Unity Media handelt es sich um die Muttergesellschaft von Arena. Nach Aussage von de Roos rechnet er für die Übertragung der Fußball-Bundesliga fest mit einer Zusammenarbeit auch mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland. In diesem Zusammenhang wollte er auch eine Zusammenarbeit mit dem im MDAX notierten Bezahlfernsehsender Premiere nicht ausschließen.


Wie das "Handelsblatt" weiter berichtet, halten es Branchenexperten für wahrscheinlich, dass Premiere am Ende doch noch einen Teil der Pay-TV-Rechte erhalten könnte. Premiere-Konzernchef Georg Kofler hatte den neuen Rechteinhaber am Vortag als "Nobody" bezeichnet. Auch Branchenexperten halten es für fraglich, dass Arena als Neuling die Herausforderung aus dem Nichts operativ stemmen kann.

Da Premiere bei der Vergabe der Vermarktungsrechte für die Fußball-Bundesliga am Vortag leer ausgegangen ist, ist die Zukunft des Bezahlfernsehsenders nach Expertenmeinung trotz der sich auftürmenden operativen Schwierigkeiten bei Arena weiter ungewiss: "Die Kernfrage ist: Ist Fußball die Killer-Applikation oder nicht? Premiere hat uns hundertmal gesagt, dass es das ist. Deshalb sehen wir keinen Anlass, von dieser Annahme abzuweichen", erklärte HVB-Analyst Peter-Thilo Hasler laut der Wirtschaftszeitung in einer Kurzstudie. "Wir rechnen damit, dass der Verlust der Bundesliga ein knappes Drittel der Premiere-Abonnenten zu einer Kündigung des Abonnements veranlassen wird", erklärte Hasler weiter.
Einige Analysten sehen in Premiere angesichts der jüngsten Kursverluste auch ein mögliches Übernahmeziel, hieß es weiter.

Die Aktie von Premiere verliert aktuell 0,29 Prozent auf 13,58 Euro.



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